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Diagnose

Schwangere mit Blume; Foto: © dolgachov/iStock.com

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Wie wird der Schwangerschaftsdiabetes festgestellt?

Ab der 24. Schwangerschaftswoche steigt der Insulinbedarf stetig an. Deswegen empfiehlt man zwischen der 24. und der 28. Schwangerschaftswoche bei jeder Schwangeren einen Zuckerbelastungstest (oraler Glucosetoleranztest, OGTT) durchzuführen. Bei bestehenden Risikofaktoren wird diese Untersuchung bereits zu Beginn der Schwangerschaft empfohlen. 

Wichtig ist hierbei die richtige Vorbereitung und Durchführung des Tests:

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Richtige Vorbereitung auf den OGTT

  • In den 3 Tagen vor dem Test Ernährung ohne Einschränkung der Essgewohnheiten und mit ausreichend Kohlenhydraten (Kartoffel, Brot, Getreideprodukte, Obst…).
  • 8-12 Stunden vor dem Test kein Essen, als Getränk nur Wasser
  • Nicht krank zum Test gehen!
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So wird der Test durchgeführt

Der Test wird mit einer 75 g Zuckerlösung und venöser Blutabnahmen durchgeführt. Blutzuckermessungen mittels „Fingerstechen“ sind nicht zulässig.

  1. Blutabnahme im nüchternen Zustand
    Trinken der Zuckerlösung innerhalb von 5 Minuten
    1 Stunde sitzen, nichts essen, nichts trinken und nicht rauchen
  1. Blutabnahme
    1 Stunde sitzen, nichts essen, nichts trinken und nicht rauchen
  1. Blutabnahme 
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So sollten die Werte beim Zuckerbelastungstest sein

Nüchtern: 50-92 mg/dl

1-h-Wert: <180 mg/dl

2-h-Wert: <153 mg/dl 

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Was tun wenn ein Schwangerschaftsdiabetes festgestellt wurde?

Ein diagnostizierter Schwangerschaftsdiabetes kann sehr gut behandelt werden. Ziel der Therapie ist den Blutzucker in folgenden Normbereichen zu halten:

Zielwerte

EinstellungszieleKapilläres Vollblut (mg/dl)
Nüchtern/vor dem Essen <90-95
1 Stunde nach dem Essen <130-140

Zwei wichtige Säulen der Behandlung sind die richtige Ernährung und ausreichend Bewegung. Bei dem Großteil aller Schwangerschaftsdiabetikerinnen kann der Blutzucker damit in den oben genannten Grenzwerten gehalten werden.