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Ernährung

Schwangere mit Salat; Foto: © Anna Omelchenko/Fotolia.com

Ernährungspyramide für Schwangere und Stillende; Quelle: Bundesministerium für Gesundheit


Eine ausgewogene Ernährung ist die Grundlage der Therapie. Sie können von allem essen – jedoch zur richtigen Zeit und die richtige Menge.

Somit ist es im eigentlichen Sinn keine Diät, es gibt jedoch ein paar Punkte auf die Sie genau achten sollten:

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Viele kleine Mahlzeiten sind besser als 3 große

  • Je größer eine Speise, desto höher ist der Blutzuckeranstieg. Daher ist es ratsam etwa 5-6 kleine Mahlzeiten über den Tag zu verteilen. So kommt es bei guter Sättigung zu geringeren  Blutzuckeranstiegen.
  • Da oft in der Früh die Insulinwirkung schlechter ist als am Tag, kann es sinnvoll sein das Frühstück auf 2 kleinere Mahlzeiten aufzuteilen, um zu hohe Blutzuckerwerte zu vermeiden.
  • Eine kleine Spätmahlzeit (z. B. 1/4 l Naturjoghurt oder Buttermilch) kann die Bildung von Ketonkörpern (entstehen bei zu langen Fastenphasen) über Nacht verhindern und auch hohen Nüchternwerten in der Früh vorbeugen.
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Zu jeder Hauptmahlzeit reichlich frische Rohkost, knackige Salate und schonend gegartes Gemüse

Gemüse liefert nicht nur wertvolle Vitamine und Mineralstoffe, es enthält außerdem Ballaststoffe, die den Blutzuckeranstieg einbremsen! Darüber hinaus ist es kalorienarm und hilft damit das Gewicht im Rahmen zu halten. 

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Zucker so weit wie möglich reduzieren

  • Haushaltszucker (auch brauner Zucker), Traubenzucker und Fruchtzucker werden sehr rasch verdaut und führen zu einer starken Blutzuckererhöhung. Deswegen sind zB Zucker, Honig, Marmelade (1:1 eingekocht), Eis, Schokolade ungünstig und sollten so weit wie möglich reduziert werden. In Getränken wird Zucker ebenfalls sehr rasch aufgenommen. Limonaden, Obstsäfte (auch ohne Zuckerzusatz!), Wellness-Getränke (Mineralwasser mit Geschmackszusatz) sollten Sie daher durch Wasser, Mineralwasser, zuckerfreien Tee und kleine Mengen zuckerfreie Limonaden austauschen. Süßstoff in kleinen Mengen eingesetzt ist unbedenklich.
  • Obst sollte auf keinen Fall in Ihrer Ernährung fehlen. 2 Handvoll über den Tag verteilt gegessen sind optimal. Achten Sie besonders bei sehr süßem Obst wie Bananen, Weintrauben und Kirschen aufgrund ihres hohen Zuckergehalts auf die Menge! Trockenfrüchte und sehr überreifes Obst sollten Sie meiden. Gut zu Wissen: Werden Kohlenhydrate zusammen mit Eiweiß gegessen, steigt der Blutzucker langsamer an. Kombinieren Sie deswegen z. B. Obst mit Joghurt, Milch oder Topfen.
  • Auch Weißmehlprodukte wie Semmeln, Weißbrot, Toastbrot oder Baguette werden rasch im Darm zerlegt und führen zu einem steilen Zuckeranstieg. Bevorzugen Sie deswegen Vollkornprodukte! Diese werden nur langsam verdaut und führen daher zu einem geringeren Blutzuckeranstieg. 
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Fette und Öle

Von allen Nährstoffen liefert Fett die höchste Energiemenge. Bei bestehendem Übergewicht ist es deswegen sinnvoll auf eine fettarme Ernährungsweise zu achten. Es empfiehlt sich deswegen auf versteckte Fette in z. B. Wurst, Wurstwaren, Milch, Milchprodukten, Fast Food zu achten. Da ungesättigte Fettsäuren jedoch wichtig für die Entwicklung des Babys sind, sollten Sie hochwertige Öle wie Rapsöl, Olivenöl, Walnussöl gezielt für die Zubereitung von Speisen einsetzen.

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Eiweiß

Eiweiß dient dem Körper vor allem als Baustoff. Der Bedarf ist ab dem 4. Schwangerschaftsmonat erhöht und sollte am besten durch eine zusätzliche Portion Milchprodukt gedeckt werden (siehe auch Ernährungspyramide für Schwangere). Dadurch steigt auch die Kalziumzufuhr.

Hochwertiges Eiweiß ist enthalten in Fleisch, Fisch, Milch, Milchprodukten, Käse, Soja, Hülsenfrüchten.

So decken Sie Ihren Bedarf:

Täglich: 3 Portionen flüssiges Milchprodukte + 1 Portion Schnittkäse, Topfen, Hüttenkäse….

Wöchentlich: 2-3 x Fleisch, 1-2 x Fisch, 1 x Hülsenfrüchte und 2-3 Stk. Eier.

Sind Sie Vegetarierin, sollten Sie die Fleisch und Fisch durch zusätzliche Portionen an Hülsenfrüchten, Sojaprodukten und Eiern decken.